Guestfalia » Geschichte

1857/58 Vierzehn Freunde, die meisten Theologiestudenten aus dem Rheinland, bilden einen lockeren Zusammen- schluss auf landsmannschaftlicher Basis.
1859 Genehmigung der Statuten durch die Universitäts- leitung; offizielles Gründungsdatum der AV Rhenania, Farben blau - weiß - rot; Wahlspruch "In amicitia fortes et hilares"
1860 Die Wiedereröffnung des suspendierten Corps Rhenania macht eine Umbenennung erforderlich. Neuer Name: AV Borussia, Farben schwarz – weiß – schwarz, weiße Mütze.
1862 Die Verbindung wird wegen des Militärdienstes der wenigen Aktiven für sechs Monate suspendiert.
1863 Aufgabe des landsmannschaftlichen Charakters und Umbenennung in AV Guestfalia; Farben grün – weiß – schwarz.
1864 Einführung des Katholizitätsprinzips; Cartellvertrag mit Aenania München und Winfridia Breslau.
1864/65 Erstmals nehmen Guestalen an einem Reitkurs teil.
1865 Eintritt der AV Guestfalia in den Tübinger Chargierten- convent (ChC) zur Wahrung der Interessen der Nicht- Corps gegenüber den Corps.
1873 Begründung einer Verbindungsbibliothek
1877 400. Jubiläum der Universität. Der ChC trägt die Veranstaltungsfolge des Festprogramms.
1884 25. Stiftungsfest der AV Guestfalia.
1897/98 Der Reitsport wird fester Bestandteil des Verbin- dungsprogramms.
1903 Einweihung des Hauses
1907 Philisterstatuten; die Altherrenschaft wird eine eigen- ständige Körperschaft
1912 Publikation der AV Cheruskia als zweite CV-Verbindung in Tübingen.
1914/1918 Erster Weltkrieg. Guestfalia hat den Tod von 67 Bundesbrüdern zu beklagen.
1917 Suspendierung der Aktivitas wegen des Kriegs- dienstes.
1918 Aufhebung der Suspendierung.
1920 Ortszirkel in vielen Städten und Regionen Deutsch- lands werden zu festen Unterorganisationen.
1923/24 Mit 733 Bundesbrüdern wird der höchste Gesamt- stand erreicht.
1927 450. Gründungsfest der Universität. Eine Jubelgabe des Corps Franconia, der Landsmannschaft Ghibellinia und der AV Guestfalia ermöglicht der Universität den Ankauf eines Geländes für einen eigenen Sportplatz.
1933 „Umwidmung“ der Verbindungshäuser in „Kamerad- schaftshäuser“.
1938 Mit dem Himmler-Erlaß werden die katholischen Ver- bindungen und ihre Verbände verboten. Beschlagnahme und Versiegelung des Hauses, das bis Kriegsbeginn leer steht. Das Erscheinen des Mitteilungsblatts „Guestfalen-Blätter“ wird eingestellt. Während des Krieges wird ein als „Museumsbote“ getarntes Mitteilungsblatt hergestellt und an die Bundesbrüder im Feld versandt.
1945 Am 23. Januar wird der Guestfale Staatspräsident
a. D. Eugen Bolz in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Am 1. November verstirbt der Guestfale Pater Rupert Mayer SJ in München. 53 weitere Bundesbrüder sind im Zweiten Weltkrieg gefallen, wobei es noch eine hohe Dunkelziffer von Vermissten und Verschollenen gibt.
1946 Die Universität nimmt ihren Betrieb wieder auf.
1947 Der „Bund alter Guestfalen“ wird Rechtsnachfolger des Guestfalenhaus-Vereins. Wiederaufnahme des Verbindungsbetriebs. Reception der ersten beiden Nachkriegsfüxe.
1948 Das Haus geht wieder in das Eigentum der Ver- bindung zurück.
1950 Offizielle Anerkennung Guestfalias durch die Univer- sität. Das Tragen von Farben bleibt verboten.
1957 Der „Bund alter Guestfalen“ benennt sich um in „Altherrenverband der Tübinger Guestfalia“.
1959 100. Stiftungsfest mit Einweihung des erweiterten und modernisierten Hauses.
1977 500. Jubiläum der Universität. Die Verbindungen gestalten ein eigenes gemeinsames Festprogramm aus diesem Anlaß.
1987 Der Guestfale Pater Rupert Mayer SJ wird von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
1989/90 Guestfalia führt zum vierten Mal den Vorort im Cartell- verband. Erstmals findet eine Cartellversammlung in Tübingen statt.
2001 Die Universitätsleitung hebt das überholte Verbot des Farbentragens an der Universität auf.

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